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Seit August dieses Jahres können sich ukrainische Landwirte und Verarbeiter nach dem ukrainischen Gesetz zum ökologischen Landbau zertifizieren lassen. Die ersten ukrainischen Betriebe haben sich bereits nach diesem Gesetz zertifizieren lassen. Täglich werden es mehr.

Bei der Kontrolle dieser ökologischen Betriebe kommt den Verbraucherschutzbehörden der ukrainischen Oblaste eine wichtige Rolle zu. Um die Vertreter der Verbraucherschutzbehörden bei dieser Aufgabe zu unterstützen, hat das Projekt "Deutsch-Ukrainische Kooperation Ökolandbau" in der letzten Septemberwoche ein mehrtägiges praktisches Training auf Biohöfen durchgeführt. Das Projekt wird vom deutschen Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziert. Aus Sicherheitsgründen wurde das Training im Osten Polens durchgeführt. Hierzu waren Vertreter von 13 Oblasten der Verbraucherschutzbehörde aus der gesamten Ukraine und eine Person aus der Zentrale in Kyiv angereist.

Trainiert wurde die Gruppe von einem Team von Fachexperten aus der Ukraine und Deutschland. Alle diese Trainer haben viele Jahre Erfahrung in der Zertifizierung und Kontrolle im ökologischen Landbau weltweit. Für das praktische Training konnten auch ein landwirtschaftlicher Öko-Betrieb und ein Verarbeiter von Ökoobst gewonnen werden, die seit vielen Jahren ihre Betriebe ökologisch bewirtschaften. Auf ihnen wurde die praktische Kontrolle exemplarisch vorgestellt und geübt.

"Ich freue mich sehr, dass dieses Training so erfolgreich durchgeführt werden konnte, " so Dr. Stefan Dreesmann, Leiter des Projektes "Deutsch-Ukrainische Kooperation Ökolandbau". "Hinter uns liegen sehr intensive Tage, in denen das Verständnis dafür gewachsen ist, was ökologischer Landbau bedeutet, welche Vorteile er hat und worauf bei der Kontrolle durch die ukrainischen Behörden zu achten ist. Eine gute Grundlage für alle, um auf diesem Wissen aufzubauen und diesen Weg gemeinsam weiterzugehen. Ich danke allen Teilnehmern dieses Trainings: den beiden Ökobetrieben, die uns ihre Türen weit geöffnet haben, den versierten Trainern, dem gesamten Projektteam, den Übersetzern und ganz besonders den Teilnehmern der Verbraucherschutzbehörden aus den  ukrainischen Oblasten, die auf Basis ihres großen Fachwissen sehr dazu beigetragen haben, dass dieses Training erfolgreich durchgeführt werden konnte", so Dr. Dreesmann weiter.